Heizkostenentwicklung seit 2006

Published on Nov 6th, 2011 by Kachelofenverband | 0

Nachdem in unseren Regionen Jahrhunderte lang mit Holz geheizt wurde, verlor dieser heimische und traditionelle Brennstoff in den 1960er Jahren – zu Gunsten fossiler Energien – für wenige Jahrzehnte an Bedeutung. Die günstigen Ölpreise versprachen jedermann ein bequemes Heizen. Kurzfristig unterbrochen wurde die Vorliebe für das Öl durch die Ölkrise Anfang der siebziger Jahre und setzte sich bis Anfang der neunziger Jahre fort. Einzig das Heizen mit Kachelöfen und Heizkaminen als (damals noch) zusätzliche Wärmequelle blieb aufgrund der angenehmen Atmosphäre und des Luxuscharakters in seiner Beliebtheit unangetastet.

In den letzten Jahren kam es wieder zu einer Trendumkehr in Richtung des bewährten Brennstoffes Holz. Die Ursache hierfür sind zunehmendes ökologisches Bewusstsein in der Bevölkerung, die Versorgungssicherheit, die günstigen Holzpreise und das Wissen um das “Auslaufen” der Rohstoffe Erdöl und Erdgas.

In der Grafik links halten wir die Heizkostenentwicklung seit 2006 der Energieträger Strom, Heizöl, Erdgas, Pellets und Holz fest.

Besonders beim Heizöl stechen die starken Schwankungen hervor. Nachdem die Kosten im 1. Halbjahr 2008 ihren Höhepunkt erreichten, fielen diese zwar zuerst wieder auf ein Niveau von 2006, um aber in den Jahren 2010 und 2011 auf einem höheren Preisniveau als zu Beginn der Betrachtungsperiode wieder weiterzuschwanken.

Sie können sich sicherlich noch erinnern, als im Jahr 2009 Russland die Gaslieferungen in die Ukraine stoppte. Der alte Vertrag zwischen beiden Ländern lief letztes Jahr aus. Ganz Europa spürte die Abhängigkeit und damit die Macht Rußlands. Die politischen Spannungen, die sofort in einem Preisanstieg ihre Wirkung zeigten, sehen Sie deutlich in der nebenstehenden Grafik.

Auch der sehr junge Holzbrennstoff Pellets hatte 2006 eine Hochpreisphase. Die lag allerdings daran, dass es zuviel Nachfrage und zu wenig Ressourcen in der Produktion gab. Das hat sich aktuell wieder erledigt.

Beim Anblick der Grafik fällt sofort die gleichmäßige Kostenentwicklung von Holz auf. Holz ist der dauerhaft preisgünstigste Energielieferant aller betrachteten Energieträger. Auf den heimischen Brennstoff Holz ist Verlass. Die Preisentwicklung zeigt einen kontinuerlichen Verlauf und ist damit berechenbar.

Sie können mit Holz in allen modernen Feuerungsstätten heizen, entweder als Zusatzheizung, Hauptheizung oder Ganzhausheizung. Der Kachelofen, der durch seine ständige technologische Weiterenwicklung eine vollwertige Heizalternative bietet, bringt Ihnen die vollständige Unabhängigkeit von fossilen und teuren Energieträgern.

Ein Kachelofen liefert aber abgesehen von der Unabhängigkeit und vom Spareffekt einen wichtigen Beitrag zur Krisensicherheit. Auf eine individuelle Heizstätte zu verzichten, kann bei einem Stromausfall, Versorgungsengpässen oder einem Ausfall des örtlichen Fernwärmenetzes ziemlich unangenehm werden.

In der Übergangszeit kann der Kachelofen meist überhaupt die allenfalls bestehende Zentralheizung ersetzen. In dieser Zeit – das sind etwa drei bis fünf Monate im Jahr – reicht eine wesentlich geringere Heizleistung für die Beheizung der Räume aus. Der Kachelofen hilft also auch hier durch seinen hohen Wirkungsgrad Geld sparen und stellt damit eine ideale Alternative oder Ergänzung dar.

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