Die inneren Werte

Die inneren Werte des Kachelofens

Die wohlige Wärme des Kachelofens hat einen guten Grund: Den so genannten Grundofen. Er ist das Maß aller Dinge.

GrundofenDas Geheimnis liegt dabei in dem schon vor Jahrhunderten ausgetüftelten Innenleben. Das knisternde Holz erzeugt Wärme, die von den Schamotten (das sind Ziegel aus einer besonderen Tonmischung) aufgenommen und gespeichert werden. Und zwar mehrfach. Denn der Kachelofen holt sich die Heizenergie nicht nur dort, wo sie zuerst entsteht – im Brennraum nämlich. Die heißen Gase werden durch eine Art Labyrinth aus Zügen geleitet. Auch die bestehen aus Schamottziegeln und nutzen die verbliebenen Wärmeeinheiten auch noch aus den Abgasen. Dadurch geht kaum Energie verloren. Im Gegensatz zu „einfach gestrickten“ Heizgeräten, die immer einen bedeutenden Teil der Wärme schlichtweg durch den Schornstein wegpusten.

Der besondere Wohlfühleffekt kommt aber aus den Kacheln. Sie sind eben nicht nur die Gestaltungselemente, die für die optische Schönheit unseres Kachelofens sorgen. Sie haben die Eigenschaft, die gespeicherte Energie aus dem Ofeninneren als angenehme und gesundheitsfördernde Wärmestrahlung in den Raum zu senden.

Diese direkte Raumabstrahlung haben andere Heizgeräte nämlich gar nicht. Die meisten funktionieren nach dem Prinzip der Konvektion, wie der Fachmann das nennt. Dabei wird die Luft am Heizkörper erwärmt, steigt nach oben und wandert sozusagen an der Decke entlang. Dabei kühlt sie sich wieder ab und sinkt an der anderen Seite des Zimmers wieder zu Boden. Dabei entsteht ein Kreislauf, der natürlich auch den Raum erwärmt, aber eben auch die gesamte Umgebungsluft in Bewegung setzt, samt sämtlichen Staubteilchen, die da so herumschweben. Außerdem haben die Metalloberflächen konventioneller Öfen und anderer Heizkörper eine so hohe Temperatur, dass man sie besser nicht anfasst. Der Kachelofen dagegen lädt zum Ankuscheln ein.

Damit ist unser Kachelofen ein keramisches Kraftpaket, das die Energie zunächst nahezu verlustfrei speichern kann, um sie dann als milde Strahlungswärme in den Raum abzugeben. Das alles funktioniert überdies sehr benutzerfreundlich und sparsam, denn die Brennstoffmenge, die je nach Größe zwischen fünf und 40 Kilo Holz liegt, muss man maximal nur morgens und abends einlegen. Das reicht für den rund-um-die Uhr Betrieb. Auch hier wieder der entscheidende Unterschied zu anderen Öfen, die mit Feststoff beheizt werden: Wenn ihr Holz verbrannt ist, hat sich’s nicht nur ausgeknistert. Da ist dann sprichwörtlich der Ofen aus und es wird kalt.

Hinterlassen Sie ein Kommentar!