Die ungeheuerliche Öl-Multi Chuzpe
Trotz schlimmster Ölpest jubeln Konzerne über mehr verkaufte Öl Kessel
Es ist in der Tat eine außerordentliche Unverfrorenheit – oder wie man bei uns manchmal sagt Chuzpe – die sich die Österreichische Mineralölwirtschaft in letzter Zeit trotz der schlimmsten Ölkatastrophe der Geschichte leistet. Ein hochrangiger Vertreter der Branche verkündete kürzlich in einem Kommentar im renommierten Wirtschaftsblatt, dass Gegner fossiler Energieträger naiv seien, dass solche Unfälle wie die Ölpest im Golf von Mexiko nichts an den vielen Vorzügen des Erdöls ändere und dass diese Branche Vorreiter in Sachen Energieeffizienz sei. Außerdem jubelt die heimische Öl Lobby bereits seit Monaten über die Kesseltauschaktion, die unseren Bürgern als „gefördert“ verkauft wird. Darunter versteht man üblicherweise dass der Bund oder die Länder bei der Anschaffung von Heizanlagen, die dem Klimaschutz und der tatsächlich nachhaltigen Energieeffizienz dienen, Geld zuschießt. Bei Ölkesseln allerdings kommt dieses Geld aus den eigenen Portokassen der Mineralölkonzerne.
