Die neue Heimeligkeit

Published on Dez 10th, 2018 by lordrieger | 0

Laut dem österreichischen Zukunftsinstitut bringt die Zukunft des Wohnens einen großen Trend: Das achtsame Zuhause. Ein Heim, das uns stärkt und glücklich macht. Statt Ausgehkultur stehen Wohlfühlorte in den eigenen vier Wänden im Vordergrund. Ein gemütlicher Platz am Kachelofen bietet in einem achtsamen Zuhause einen wichtigen Rückzugsort im hektischen, digitalen Alltag.

Den Ausdruck „mindful home“ (achtsames Zuhause) haben als eine der ersten die amerikanischen Forscher Dr. Craig und Deirdre Hassed geprägt: Es steht für ein gesundes und nachhaltiges Zuhause, das den Menschen stärkt und seine Bedürfnisse befriedigt. Es bietet Platz zum Nachdenken, ist ordentlich und möglichst frei von digitalen Ablenkungen.

Zeit für Achtsamkeit

Kachelofen_kl (c) Brunner

„Achtsam zu sein bedeutet bewusst und absichtsvoll die eigene Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt zu lenken und dabei eine Haltung von Offenheit und Präsenz einzunehmen“, erklärt Psychologin und Achtsamkeitstrainerin Birgit Strasser. Multitasking wird vermieden, die Aufmerksamkeit wird nur jener Tätigkeit geschenkt, mit der man sich gerade beschäftigt. Meditation und Entspannung sind wichtige Eckpfeiler der Wohn-Philosophie.

Da Stress in unserer heutigen Erfolgsgesellschaft allgegenwärtig ist, kommt einem persönlichen Rückzugsort eine immer größere Bedeutung zu. „An diesem Ort der Ruhe darf der im Alltag vorherrschende Leistungsdruck abfallen und die für uns so wichtige Regeneration stattfinden“, so Strasser.

Ein bedeutender Rückzugsort

Ein ruhiger, gemütlicher Platz am Kachelofen kann uns gerade in der kalten, dunklen Jahreszeit dabei unterstützen nach einem anstrengenden Arbeitstag zur Ruhe zu kommen. Das Spüren der wohligen Wärme, das Hören des Knistern des Feuers und das Sehen der Bewegungen der Flammen unterstützt uns dabei sich aus dem reizüberfluteten Alltag zurückzuziehen. „Wissenschaftliche Studien belegen, dass gerade dieses Vertraut-Sein mit sich, dem Körper und seiner Umgebung es ermöglicht, in herausfordernden Situationen innere Ruhe zu bewahren“, weiß Strasser.

Gesunde Strahlungswärme

Gerade an den kalten Tagen rücken Öfen wieder in den Fokus. „Die milde Strahlungswärme eines Kachelofens ähnelt sehr der Sonnenstrahlung“, erklärt Thomas Schiffert, Geschäftsführer des Österreichischen Kachelofenverbands. „Sie dringt in die Haut ein und erwärmt den Körper von innen. Anders als bei der Konvektionswärme wird weder die Raumluft erhitzt, noch Staub aufgewirbelt. Der positive Effekt auf das Raumklima wird besonders in der Erkältungszeit von Kachelofen-Besitzern geschätzt.“

„Viele Österreicher wünschen sich eine Kachelofen in den eigenen vier Wänden“, weiß Thomas Schiffert. „Denn viele moderne Häuser sind zwar warm, aber verfügen über keinen Platz, an den man sich zurück lehnen und einfach direkt aufwärmen kann.“

Einzigartiges Produkt

Tunnelofen (c) Brunner

Im achtsamen Zuhause liegt der Fokus auf dem Schönen: Was nicht mehr nützlich oder besonders schön ist, wird weggeschafft. Bei der Gestaltung des Kachelofens kann der zukünftige Besitzer mitreden – schließlich ist jeder Kachelofen ein höchst individuelles Produkt, das vom Hafner geplant und gebaut wird. Das Innenleben besteht aus Schamotte-Steinen, die die Wärme speichern und später stundenlang abgeben. Die äußerste Schicht bilden die Ofenkacheln, die nicht nur optischer Hingucker sind, sondern auch für die angenehme, gleichmäßige Wärmeabgabe sorgen.

Bei der Gestaltung der Form, Farbe der Kacheln und der Glasscheibe gibt es unzählige Möglichkeiten. „Wichtig ist es, sich rechtzeitig an den Hafner zu wenden“, empfiehlt Schiffert. Die Hafnermeister beraten zur richtigen Ofenart und bieten individuelle Lösungen für die Wohnsituation und den Geschmack.