Ein Umweltschützer der die Seele streichelt

Published on Jul 14th, 2011 by lordrieger | 0

Berlakovich verlieh dem Kachelofen das Österreichische Umweltzeichen

Es knistert in rund 450.000 Wohnstuben in unserem Land. Dafür sorgt das nach einer aktuellen Umfrage beliebteste Heizgerät in Österreich: Der Kachelofen. Hinter diesem Begriff steckt aber viel mehr. Nämlich ein Heizsystem mit vielen Varianten. Sie reichen vom typischen Grundofen über den Heizkamin, den Kleinkachelofen und den Kachelherd bis zur Ganzhausheizung. Der Verband stellt den Lesern hier per Video immer wieder eine andere von diesen speziellen Kachelofentypen beispielhaft vor. Diesmal eines der Systeme für eine Ganzhausheizung.
Tatsächlich verbinden die Menschen allein schon mit dem Wort Kachelofen Begriffe wie Wohlfühlen, angenehme Wärme und Gemütlichkeit. Das Flammenspiel und das Knacken der Holzscheite tut ein Übriges dazu. Aber in dem kacheligen Gesellen steckt noch viel mehr: Sparen beim Heizen, Unabhängigkeit von den fossilen Brennstoffen Öl und Gas und – was kaum jemand vermuten mag – modernste Heiztechnologie, die unsere Umwelt schützt.

Sommerhuber Ofen

Rundum wohlfühlen. Das kann man mit einem solchen Kachelofen weil er nicht nur angenehme Wärme spendet, sondern auch noch Geld spart und die Umwelt schont.

Deshalb ließ es sich Bundesumweltminister Nikolaus Berlakovich nicht nehmen, höchstpersönlich den Kachelofen mit dem Österreichischen Umweltzeichen auszuzeichnen. Zu der offiziellen Übergabe der Urkunde kam es im Frühjahr dieses Jahres im Verbandsgebäude des Österreichischen Kachelofenverbandes. Dort schraubte der Minister sogar eigenhändig das Schild mit dem Umweltsymbol an. Auch er hatte nämlich erkannt und das auch in seiner Ansprache anlässlich der Verleihung betont, dass es schon ziemlich außergewöhnlich ist, wenn ein Heizgerät, das es seit Jahrhunderten gibt, mit modernster Technologie arbeitet.

Voraussetzung für die Zuerkennung des Umweltzeichens ist nämlich die garantierte Einhaltung bestimmter Emissionswerte und eines Wirkungsgrades von mindestens 80 Prozent. Mit solchen strengen Vorgaben soll sichergestellt werden, dass Heizsysteme sowohl effizient, als auch klimaschonend betrieben werden. Die gegenwärtig per Gesetz vorgegebenen Werte liegen deutlich unter den Auflagen, die für das Umweltzeichen gefordert werden. Allerdings haben alle Bundesländer vor, solche Werte in einigen Jahren auch in ihre jeweiligen Verordnungen zu übernehmen. Dass der Kachelofen sie aber jetzt schon problemlos erreicht, liegt an der optimalen Verknüpfung von traditioneller Handwerkskunst und wissenschaftlicher Forschung. Kurz und knapp: Kachelöfen sind heutzutage Hightech – Anlagen, denen man das wegen ihres optisch eindrucksvollen Designs nicht gleich ansieht.

Berlakovich

Umweltminister Nikolaus Berlakovich montierte eigenhändig das Schild mit dem Umweltzeichen beim Eingang des Verbandsgebäudes.

Das Geheimnis liegt genau wie die Brennstoffkosten sparende Speicherfähigkeit solcher Öfen in ihrem Inneren verborgen. Genauer gesagt im Brennraum. Der wurde zwar immer schon den Anforderungen der jeweiligen Zeit entsprechend weiterentwickelt. Die neueste Generation wird aber durch den „UmweltPlus“ – Brennraum geprägt, der durch ein besonderes Verbrennungsluftsystem dafür sorgt, dass die Emission möglicher Schadstoffe extrem gering gehalten wird.

So wird das Wohlfühlen, das Kachelofenbesitzer durch ihr jeweils einzigartiges Heizgerät erleben, gleich um mehrere Dimensionen erweitert: Sie fühlen sich eben nicht nur durch die angenehme Strahlungswärme wohl, sondern auch weil sie Heizkosten sparen, energieautark heizen und einen ganz persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.