Bereitstellung von Scheitholz

Published on Okt 2nd, 2010 by Kachelofenverband | 0

Scheitholz ist der Klassiker unter den Holzbrennstoffen. Holz, welches für die Holzindustrie ungeeignet ist, wird zu Scheitholz verarbeitet. Im Gegensatz zu Holzschnitzel, wo schwaches Material wie Äste und Gipfel zu Holzschnitzel verarbeitet werden, wird Scheitholz aus stärkeren Ästen und Stammstücken gewonnen.

Je nach anfallender Holzmenge und Ausrüstung des Waldbesitzers wird Scheitholz auf unterschiedliche Weise bereitgestellt. Der Bereitstellungsprozess beginnt mit der Holzernte, dem Transport aus dem Wald, die Verarbeitung zu Scheitholz, die Lagerung und endet schließlich mit dem Transport zum Kunden.

Niedrig mechanisiert wird Scheitholz mit einer herkömmlichen Spaltaxt oder schon etwas mechanisierter, mit einem Senkrechtspalter oder hochmechanisiert mit einer Säge-Spaltmaschine gespalten. Der Senkrechtspalter kann an einem Traktor angebaut werden und  produziert bis zu ca. 3-5 RM/Stunde. Mit der  Säge-Spaltmaschine können bis zu ca. 5 -7 RM Scheitholz pro Stunde erzielt werden.

Frisch geerntetes Holz hat einen Wassergehalt von 50% bis 60%. Um ofentaugliches Scheitholz mit einem Wassergehalt von unter 20% verheizen zu können, kommt einer optimalen Lagerung große Bedeutung zu. Mit Ausnahme der künstlichen Trocknung erreicht das Holz ca. nach zwei Jahren Lagerung den notwendigen Wassergehalt von 20%.

Obwohl große Unterschiede in der Verbrennung zwischen den Holzarten bestehen,  können grundsätzlich alle Holzarten zu Scheitholz verarbeitet werden. Nur verfaultes, schmutziges oder mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz eignet sich nicht als Scheitholz.

In diesem Video geht es zur Produktion von Scheitholz mittels der hochmechanisierten Säge-Spaltmaschine.


LWF. Merkblatt der Bayrischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft. 20. November
2009
www.lwf.bayern.de
Heizen mit Holz. Klima:aktiv, Ökoenergie 62b/März 2006