Neueröffnung: Das Triumvirat und sein „Wiener Ofen“

Published on Aug 24th, 2013 by Johannes Mantler | 0

Die drei Wiener Betriebe Hafnermeister Rudolf Kopecky, Hafnerei Döbling (Werner Beyer) und Ofenkörper Off&Go (Robert Krotz und Felix Winkler) haben sich zusammengetan und propagieren ab sofort den „Wiener Ofen“.

Robert Kopecky, Werner Beyer und Robert Krotz wollen ins urbane Marktsegment vorstoßen.

Robert Kopecky, Werner Beyer und Robert Krotz wollen ins urbane Marktsegment vorstoßen.

Als Österreichs Hafner am Tag des Kachelofens samstagabends ihre Betriebe hinter sich schlossen, sperrte das Drei-Hafner-Haus im 18. Wiener Gemeindebezirk erst auf. Zur festlichen Eröffnung des gemeinsamen Schauraumes fanden sich mehr als 50 Brancheninsider, Freunde und künftige Kunden ein. Bezirksvorsteher Karl Homole bekundete in einer kurzen Ansprache seine Freude über die geschäftliche Belebung in der sonst eher ruhigen Vorstadtstraße und berichtete, dass er immer geglaubt habe, man müsse für so ein „Gebilde“ wie einen Kachelofen mindestens ein Palais haben. Was er nun gesehen hätte, habe aber gezeigt, dass solche Öfen in kleinerem Format auch für Stadtwohnungen gut geeignet seien.

Bezirksvorsteher Homole wünschte gute Erfolge.

Bezirksvorsteher Homole wünschte gute Erfolge.

Damit hatte der Bezirksvorsteher ziemlich genau die Intention beschrieben, die hinter dem „Wiener Ofen“ steht. „Es ist ein Experiment.“, erzählt Robert Krotz und erläutert weiter: „Wir wollen mit unserem Angebot den Stellenwert des Kachelofens auch in der Stadt erhöhen. Deshalb wollen wir bei diesem Projekt zusammenarbeiten. Vor allem auch, weil wir alle drei eine ähnliche Herangehensweise  an den Kachelofen, seine Funktion und sein Design haben“.

Damit ist auch schon definiert, dass es nicht „den Wiener Ofen“ gibt, sondern eine Serie von zunächst fünf Modellen. Sie liegen in der Heizleistung zwischen 2,8 und 4,5 KW, im Gewicht zwischen 650 und 800 Kilo und haben Höhen, Breiten und Tiefen, die zwischen Kleinkachelofen und Standartausführungen liegen.

Keramikerin Veronika Reich vor dem gleichnamigen Kachelofen.

Keramikerin Veronika Reich vor dem gleichnamigen Kachelofen.

Unter den Gästen der Eröffnungsfeier waren auch zwei langjährige Partner der drei Hafnermeister: Poli-Chef Martin Unteregger und die akademische Keramikerin Veronika Reich, die auch Namensgeberin eines von ihr mit handgefertigten Ofenkacheln designten Modelles ist.

Insgesamt ist es ein mutiger Weg, den das Triumvirat auch propagandistisch beschreiten will. Denn während wir bundesweit bei einer  Quote von 13 Prozent aller Haushalte liegen, in denen ein Kachelofen steht, beträgt dieser Wert in Wien unter einem Prozent. Es bleibt der Initiative „Wiener Ofen“ zu wünschen, dass sie mit ihrem Angebot von Hafnerprodukten für den urbanen Bereich das entsprechende Interesse bei den Endverbrauchern wecken kann.

Das sind die ersten „Wiener Öfen“: Schneemann, Franz, Gulyas, Edmund und Veronika.

Das sind die ersten „Wiener Öfen“: Schneemann, Franz, Gulyas, Edmund und Veronika.