Öl & Co wird zunehmend uninteressanter fürs Heizen

Published on Jul 15th, 2013 by Johannes Mantler | 0

Brennholz hat laut der aktuellen Erhebung der Statistik Austria seine Führungsposition als Energieträger im Raumwärmebereich weiter ausbauen können. Im Vergleich zu zwei Jahren zuvor ist der Anteil von 25,6 auf 26,2 % gestiegen. Zählt man Holzpellets, Holzbriketts und Hackschnitzel dazu, so heizen bereits ein Drittel aller Haushalte mit Holz. Im selben Zeitraum sind die Verwendung von Heizöl von 24,1 auf 22,5 % und Gas von 24,6 auf 23,7 % gefallen. Damit ist Heizöl auch erstmals in der jüngeren Geschichte nur mehr auf Platz drei der Energieträger zu finden.

Insgesamt hat Biomasse ihren deutlichen Vorsprung als Österreichs beliebteste Energiequelle für die Beheizung von Wohnräumen weiter ausbauen können. Das sah vor zehn Jahren noch ganz anders aus. Laut der Statistik von 2003/2004 wurden damals noch 31,1 Prozent der Haushalte mit Öl beheizt. 24,5 setzten als Energieträger Gas ein. Jetzt heizen nur noch 22,5 Prozent der Haushalte mit Öl und 23,7 Prozent mit Gas. „In rund 450.000 Haushalten wird mit einem Kachelofen eingeheizt“, erklärt DI Dr. Thomas Schiffert vom Österreichischen Kachelofenverband. „Neben der angenehmen Strahlungswärme und der Versorgungssicherheit von Holz  spielen für die Bürger  die klaren Preisvorteile gegenüber fossilen Brennstoffen, sowie die Naturnähe und Klimafreundlichkeit des Rohstoffes eine immer größere Rolle.“
200.000 Ölheizungen weniger

„Seit 2003/04 ist die Anzahl der Ölheizungen in Österreich um 207.000 Stück auf rund 700.000 Geräte gesunken“ bestätigt auch Horst Jauschnegg, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes. Bis zum Jahr 2020 sieht Jauschnegg ein Potenzial für die Installation weiterer 475.000 Biomasse-Heizungen in Österreich. Nur noch eine marginale Rolle spielt mittlerweile Kohle bei der Raumwärmeversorgung. Auch der Verbrauch der Haushalte Strom zur Raumwärmegewinnung hat in den vergangenen zwei Jahren leicht abgenommen.