Vorteile & Nachteile von Hackschnitzel

Published on Okt 1st, 2010 by Kachelofenverband | 0

Der einzige Brennstoff, der die Preise von Scheitholz noch unterbieten kann, heißt „Hackschnitzel“. Sie können im gewerblichen Bereich auch mit einem Wasseranteil von 50% verheizt werden. Kostenintensive Anlagen ermöglichen dies. Für den privaten Gebrauch ist der Holzbrennstoff „Hackschnitzel“ aufgrund der teuren Kesseltechnik und dem großen Lagerraum schwer leistbar.

Vorteile von Hackschnitzel

  • Hackschnitzel sind preisgünstig. Die maschinelle Verarbeitung zu Hackschnitzel ist für den Land- und Forstwirt weniger aufwendig als das Spalten von Scheitholz.
  • Die Hackgutheizung stellt eine ausgezeichnete Lösung für gewerbliche Objekte mit großem Wärmebedarf sowie für Nah- und Fernwärmenetze dar. Die laufenden Brennstoffkosten sind gering.
  • Hackschnitzel können bei der Verbrennung bis 60% Feuchtigkeit enthalten und benötigen daher eine geringere Trocknungszeit. Dazu sind eigens dafür produzierte Feuerungsanlagen notwendig, die üblicherweise in mittleren bis größeren Anlagen, wie z. B. in Fernheizwerke, zu finden sind.
  • Meistens besteht aufgrund langfristiger Verträge und langjähriger Zusammenarbeit zwischen Hackschnitzelproduzenten und Heizwerkbetreiber eine eingespielte Brennstoffversorgung.
  • Hackschnitzel verbrennen als Holzprodukt CO2-neutral, d.h. es wird die selbe Menge an CO2 ausgeschieden, wie das Holz für sein Wachstum benötigt.

Nachteile

  • Die Lagerkosten sind aufgrund des großen Lagerbedarfs relativ hoch. Engpässe, die durch saisonale Schwankungen entstehen, müssen durch große Lagerräume ausgeglichen werden.
  • Hackschnitzel sind ein inhomogener Brennstoff. Die Ermittlung des Wassergehalts gestaltet sich in der Praxis schwierig aufgrund der unterschiedlichen Brennstoffzusammensetzungen schwierig. Schlechte Qualität hat einen geringen Heizwert, schadet der Verbrennungsanlage und ist daher umwelt- und gesundheitsschädlich. Eine besonders kostenintensive Kesseltechnik ist daher notwenig. Dieser Umstand schlägt sich in genauso exklusiven Anschaffungskosten nieder. Dies ist ein wesentliches Kriterium, warum Hackschnitzel für den privaten Verbrauch wenig attraktiv sind.
  • Für Kleinfeuerungsanlagen sollten nur trockene und qualitativ hochwertige Hackschnitzel verwendet werden, um Schimmelbildung und die damit einhergehende Geruchsbelästigung, gesundheitliche Schäden sowie Schäden an der Feuerstelle zu vermeiden.
klima:aktiv http://www.holzwaerme.at/